Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Page 228
Einflusz auf die Gesundheit ausiibt: die Sterblichkeit auf Is-
land ist jetzt verhaltnismászig gering.
Obgleich die Islánder nach meinen Messungen unter den
nordischen Völkern l)esonders grosz sind, ist es doch unsicher,
ob sich ihre Körpergrösze tatsáchlich von der der Schweden
und Norweger wesentlich unterscheidet, da die von mir ge-
messenen Individuen etwas gröszer als der Durchschnitt ge-
wesen sind.
Die Körpergrösze der Islánder ist zum gröszten Teil ein
Erbgut. Die Ansiedler sind zweifellos von hoher Gestalt ge-
wesen, wie auch ein groszer Teil von ihnen aus vomehmen
Gpschlechtern stammte. Es ist auffallend, dasz der Wert fur
die Körpergrösze unter den auszerordentlich schweren Lebens-
bedingungen durch 1000 Jahre nicht betráclitlich gesunken ist,
und es ist mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dasz sie noch
wesentlich zunimmt, wenn sich die Lebensbedingungen bes-
sern.
Das durchschnittliche G e w i c h t von erwachse-
nen Islándern betrug 68,1 kg, bei Leuten im Rekrutenalter
67,2 kg. Dieser Wert ist etwas höher als der fúr die anderen
nordischen Völker, auch wenn man die Körpergrösze beriick-
sichtigt. H a 1 f d a n B r y n fand in Norwegen 63,8—66,4 kg
(Rekruten) und D a a 66 kg.
Ich nehme als sicher an, dasz das Körpergewicht (lcr Islán-
der iiber dem fúr die Europáer geltenden Durchschnitt liegt,
den R. M a r t i n zu 65 kg annimmt. Andererseits ist das Kör-
pergewicht der nordischen Völker nicht so genau bekannt wie
es wúnschenswert wáre, am wenigsten von Erwachsenen, die
iiber das Rekrutenalter liinausgekommen sind. Es ist also nicht
völlig sicher, dasz die Verháltnisse bei den Islándern in dieser
Beziehung tatsáchlich von den norwegischen und schwedischen
abweichen. Dem Ausselien nach erscheint es unwahrscheinlich,
denn die meisten Islánder sind grosz und schlank, wenigstens
im Vergleich zu den Dánen, und liaben keine besondere An-
lage zu Fettansatz.
Es erscheint mir zweifelhaft, dasz das Körpergewicht der