Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Síða 229
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Islánder daher stamme, dasz sie uberhaupt korpulenter als
Norweger und Schweden wáren und ebenso, dasz es auf das
káltere Klima zuruckzufiihren sei, wie H. Daa es fiir die Be-
völkerung von Tromsfylke in Norwegen annahm. Beachtens-
wert ist, dasz er ein verháltnismászig hohes Körpergewiclit in
den Landschaften Sogn und Fjordene fand (67,8 kg), d. h. in
Bezirken, die den gröszten Anteil an der Besiedelung Islands
hatten.
II. Der Stamm.
1. K o p f u n d H a 1 s. Die wichtigsten relativen H ö-
henmasze bei Rekruten in beiden Lándern waren:
Islánder Norweger
Ganze Kopfhöhe (v—gn) 12,7 12,3
Halslánge (gn—ast) 5,2 5,3
Ivopf + Hals (v—sst) 17,9 17.61 2)
Ein groszer Unterschied hesteht hier niclit. Das Masz „Kopf
+ Hals“ sollte bei Islándern 5 mm lánger sein als bei Trön-
dern. Auf die Differenz in der ganzen Kopfhöhe und der Hals-
lánge ist kein groszes Gewcht zu legen, da diese Masze sich
stark verándern, sobald die Haltung des Kopfes wechselt. Kopf-
höhe und Halslánge sind wahrscheinlich bei Islándern und
Norwegern sehr áhnlich, wenn nicht vollstándig gleich.
2. D e r R u m p f. Die relativen Höhenmasze sind
folgende:
Islánder Norweger
Suprastern alehöhe 82,0 82,31)
Symphysionhöhe 52,6 52,62)
Vordere Rumpflánge 29,4 29,7
Stammlánge 52,7 52,8
Die Höhe des Symphysions ist demnach hei beiden Völkern
vollstándig gleich, dagegen die Rumpflánge bei den Islándern
etwa 5 mm geringer als hei den Tröndern, also um soviel klei-
1) gerechnet nach dér Suprasternalhöhe des gesamten Materials
von Bryn (142,05 cm und 82,36%).
2) Das gesamte Material Bryns.
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