Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Side 233
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höhe, deren Wert bei den Islándern gröszer zu sein scheint als
bei den Norwegern, wáhrend die Lánge des Unterschenkels
entsprechend geringer ist.
Der Rumpflánge-Beinlángeindex betrágt bei
Islándern (20—40 Jahre) 183,6, dagegen bei Norwegern 182,4.
Die Differenz geht auf verschiedene Rumpflánge zuruck.
Der Intermembra 1 i n d e x betrágt nach den oben an-
gefuhrten Mittelwerten bei Islándern 82,9, dagegen bei Nor-
wegern 82,5. Die Differenz wird jedoch gröszer, wenn man Is-
Jánder im Alter von 20—40 Jahren (Index 83,19) und das ge-
samte Material Bryns (79,7) zugrunde legt.
Demnach lászt sich die allgemeine Körperform der Islánder
zusammenfassend folgendermaszen charakterisieren: Die Is-
lánder sind hochgewachsen und schlank, haben kurzen Rumpf,
kurze Arrne und lange Beine, aber nichtsdestoweniger ist das
Körpergewicht verháltnismászig hoch. Sámtliche Haupt-
masze, sowohl am Stamm wie an den Extremitáten, sind den
Verháltnissen bei den Norwegern (Tröndern) sehr nahe ste-
liend, sodasz man sagen kann, sie seien bei den beiden Völ-
kern annáhernd gleicli. Die Differenz ist so gering, dasz sie
aiis einem einfachen Proportionsschema niclit deutlicii wird.
Man ist bei der Berechnung der Durchschnittswerte der Masze
unwillkurlich erstaunt zu sehen, wie ein Mittelwert nach dem
andéren annáhernd der gleiche ist wie in Norwegen.
B. Der Kopf.
Da nur bei sehr wenigen Kopfmaszen ein nennenswerter
Unterschied zwischen Personen im Rekrutenalter und Erwach-
senen hesteht, so werden hier die absoluten Kopfmasze der Is-
lánder im Alter von 20—40 Jahren (reichlich 840 Personen)
angefiihrt.
1. Das Iíopfgewölbe. Die Werte, die Halfdan Bryn
und ich fiir die wichtigsten Masze ermittelt haben, sind fol-
gende: