Árbók Háskóla Íslands - 02.01.1925, Qupperneq 234
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Isliinder Norweger
Kopflange 19,73 19,22')
Kopfbreite 15,41 15,28')
Kopfhöhe 12,61 13,10
Index cephalicus 78,13 79,76
Hier bestehen iiberall betráchtliche Differenzen. Der Unter-
scbied zwischen Ivopfbreite und Kopflánge tritt am deutlich-
sten bei dem Index ceplialicus zutage, der in Norwegen wesent-
lich höher ist. Es scheint also hier ein charakteristisches Un-
terscheidungsmerkmal zwischen Islándern und Norwegern
(Tröndern) voi-zuliegen, denn die Messungen sind auf beiden
Seiten zweifellos einwandfrei. C. Arbo fand im Tröndelag
den gleichen Index wie Bryn und L. R i b b i n g bei Islándern
den gleichen Index wie ich. Es ist jedoch denkbar, dasz der
Index der Trönder etwas iiber dem fiir ganz Norwegen gel-
tenden Durchschnitt liegt, denn C. A r b o fand in 16 Bezirken
ungefáhr 79,4.J)
Der Index cephalicus in den nordischen Lándern ist dem-
nach dieser:
Islöuder Sclnveden Norweger Diinen
Index cephalicus 78,13 7 8,121 2 ) 79,76 80,63)
Islánder und Schweden unterscheiden sich also in diesem
Punlcte nicht von einander; dagegen besteht ein deutlicher
Unterschied zwischen Islándern und Noi'wegern und ein recht
erhehlicher zwischen Islándern und Dánen. Ein áhnliches Ver-
háltnis tritt zutage, wenn man die Anzahl der Dolichocepha-
len, Meso- und Brachycephalen betrachtet.
Island Scliweden Norwegen Dilnemark
Dolichocephal (x—77,9) 23,9% 19,1% 15,1% 7,3%
Mesocephal (78—80,9) 59,7— 60,4— 56,4— 48,3—
Brachycephal (81—x) 16,4— 20,5— 28,5— 44,4—
Wie hángt es aber zusammen, dasz die Islándei’, die doch
aus den kurzschádligen Bezirken Norwegens stammten, einen
wesentlich niedrigeren Index aufweisen als die Trönder? Hat
1) Anthr. nidaros. S. 81 und 130—131.
2) Anthr. suecica 77,86. 78,1 ist wahrscheinlich richtiger.
3) Meddel. for Danmarks Anthropologi I.