Vaki - 01.09.1953, Síða 7

Vaki - 01.09.1953, Síða 7
Aber bewáltigtest dn’s? Warst du nicht immer noch von Erwartung zerstreut, als kiindigte alles eine Geliebte dir an? (Wo willst du sie bergen, da docli die grossen fremden Gedanken bei dir aus und ein gehn und öfters bleiben bei Nacht.) Sehnt es dich aber, so singe die Liebenden; lange noch nicht unsterblich genug ist ilir berúhmtes Gefiihl. Jene, du neidest sie fast, Verlassenen, die du so viel liebender fandst als die Gestillten. Beginn’ immer von neuem die nie zu erreichende Preisung; denk: es erhált sich der Held, selbst der Untergang war ihm nur ein Vorwand, zu sein: seine letzte Geburt. Aber die Liebenden nimmt die erschöpfte Natur in sicli zuriick, als wáren niclit zweimál die Kráfte, dieses zu leisten. Hast du der Gaspara Stampa den genúgend gedacht, dass irgendein Mádchen, dem der Geliebte entging, am gesteigerten Beispiel dieser Liebenden fúlilt: dass ich wúrde wie sie? Sollen nicht endlich uns diese áltesten Schmerzen fruclitbarer werden? Ist es nicht Zeit, dass wir liebend uns vom Geliebten befrein und es bebend bestelm: wie der Pfeil die Sehne bestelit, um gesammelt im Absprung mehr zu sein als er selbst. Denn Bleiben ist nirgends. Stimmen, Stimmen. Höre, mein Herz, wie sonst nur Heilige liörten: Dass sie der riesige Ruf aufhob vom Boden; sie áber knieten, Unmögliclie, iceiter und achtetens nicht: so waren sie hörend. Nichct, dass du Gottes ertrugest die Stimme, bei weitem. Aber das Wehende höre, die ununterbrochene Nachricht, die aus der Stille sich bildet. Es rausclit jetzt von jenen jnngen Toten zu dir. Wo immer du eintratst, redete nicht in Kirchen zu Rom und Neapél rulúg ilir Schicksál dich an? Oder es trug eine Inschrift sich erliáben dir auf, wie neulich die Tafél in Santa Maria Formosa. Wos sie mir wollen? leise soll ich des Unrechts Anschein abtun, der ihrer Geister reine Bewegung manchmal ein wenig belúndert. Freilich ist es seltsam, die Erde nicht mehr zu bewohnen, kaum erlente Gebráuclie nicht melir zu úben, Rosen, und andern eigens versprechenden Dingen nicht die Bedeutung menschlicher Zukunft zu geben; TlMARITIÐ VAKI 5
Síða 1
Síða 2
Síða 3
Síða 4
Síða 5
Síða 6
Síða 7
Síða 8
Síða 9
Síða 10
Síða 11
Síða 12
Síða 13
Síða 14
Síða 15
Síða 16
Síða 17
Síða 18
Síða 19
Síða 20
Síða 21
Síða 22
Síða 23
Síða 24
Síða 25
Síða 26
Síða 27
Síða 28
Síða 29
Síða 30
Síða 31
Síða 32
Síða 33
Síða 34
Síða 35
Síða 36
Síða 37
Síða 38
Síða 39
Síða 40
Síða 41
Síða 42
Síða 43
Síða 44
Síða 45
Síða 46
Síða 47
Síða 48
Síða 49
Síða 50
Síða 51
Síða 52
Síða 53
Síða 54
Síða 55
Síða 56
Síða 57
Síða 58
Síða 59
Síða 60
Síða 61
Síða 62
Síða 63
Síða 64
Síða 65
Síða 66
Síða 67
Síða 68
Síða 69
Síða 70
Síða 71
Síða 72
Síða 73
Síða 74
Síða 75
Síða 76
Síða 77
Síða 78
Síða 79
Síða 80
Síða 81
Síða 82

x

Vaki

Beinleiðis leinki

Hvis du vil linke til denne avis/magasin, skal du bruge disse links:

Link til denne avis/magasin: Vaki
https://timarit.is/publication/818

Link til dette eksemplar:

Link til denne side:

Link til denne artikel:

Venligst ikke link direkte til billeder eller PDfs på Timarit.is, da sådanne webadresser kan ændres uden advarsel. Brug venligst de angivne webadresser for at linke til sitet.